Bild.de, die Online-Ausgabe des Heimatblattes aller mit Leseschwäche Gezeichneten, brachte heute (11.6.2010) einen Beitrag zur Entwicklung der Kurtaxen in den deutschen Seebädern. An der Nordsee bis zu 3,30 € pro Tag, im Osten von 0,00 € in Kiel bis zu 2,60 € in Binz/Rügen. Letztere erst in 2010 um 50 Cent erhöht.
Hier der Beitrag.
Da können wir doch mit den 2,00 €, die in Zingst verlangt werden, recht zufrieden sein, zumal wenn man sieht, dass diese Gelder wirklich gut angelegt worden sind!
Allen unseren Gästen einen schönen Urlaub!
Pfingsten Ferienwohnung noch frei, kurzfristig also einen Kurzurlaub für uns eingeplant und losgefahren. Die letzten Tage war das Wetter ja nicht berauschend – oder besser: Der Winter war noch nicht richtig vorbei, aber die Wetterfrösche sagten an, dass es Pfingsten endlich besser werden soll.
Natürlich, das Wetter ist (den Umständen entsprechend) recht gut, aber an dieser Stelle kein Bericht über Zingst, sondern ….
Die Geschichte: vor etwa 50 Jahren, mein Mann noch ein holder Jüngling, fuhr mit Eltern und Bruder per Schiff von Rostock nach Gedser (Dänemark). Aus heutiger Sicht nichts Besonderes, aber mancher ruft sich in Erinnerung, dass damals in der DDR es nicht möglich war, einfach mal so nach Dänemark zu fahren, immerhin ging es aber (noch), auf der Fähre mitzufahren, man durfte nur am Zielort nicht das Schiff verlassen.
Mancher tat es trotzdem, sprang mit kühnem Sprung ins Hafenbecken und schwamm rüber zur westdeutschen Fähre, die ihn dann an Bord nahm… Das Mitfahren auf der Fähre war dann bald auch nicht mehr möglich…
Da wir diesmal zu Pfingsten seine Mutter (79) mit nach Zingst nahmen, gab es die spontane Idee, mit ihr die Reise zu wiederholen. Hier einige Impressionen:
Erwartungsvoll saßen wir beiden Frauen auf dem Schiff, es sollte ja bald los gehen. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die Hin- und Rückfahrt am selben Tag pro Person nur 7,- € kostet, allerdings als “Fußgänger” hat man in Gedser ein Problem: Entweder mit dem Bus in die nächste Stadt oder vor Ort die Zeit tot schlagen, vereinfacht: In Gedser ist nix los!
Trotzdem: Die Freude auf die “Dampferfahrt” war groß. Allerdings war während der Hinfahrt noch ziemlich viel Neben au dem Meer, so dass wir Frauen uns die Zeit mit einer spontanen Shopping-Tour totgeschlagen haben.
Die Fahrt dauerte exakt 1 h und 45 min und schon erschien am Horizont die dänische Ostseeküste. Immer noch etwas im Nebel, aber es sollte schnell besser werden.
Im Vergleich mit dem Rostocker Überseehafen ist Gedser natürlich nur ein kleiner “Vorort-Bahnhof”, hat aber vielleicht gerade deshalb noch viele hübsche kleine Gebäude aus der Zeit, wo es der Schiffahrt auch in Gedser noch deutlich besser ging.
Die alte Fährverbindung nach Westdeutschland gibt es schon längst nicht mehr, auf den Fährschiffen sind zwar noch die Bahngleise sichtbar, aber die Eisenbahnverschiffung Kopenhagen-Berlin, wie es sie vor 50 Jahren noch gab, ist auch längst Geschichte. Nur viele Hafenanlagen weisen noch auf die interessante Geschichte des kleinen Ortes hin.
Na ja – die Fotos hat natürlich in der Zeit mein Männe gemacht, wir Frauen beobachteten dies alles ganz interessiert hinter einer schön windgeschützten Scheibe…
Wenn Engel reisen…, auf einmal kam die Sonne heraus und es entwickelte sich das herrlichste Wetter.
Sofort kamen Segelboote in Sicht, ein Bild, wie in den Tropen…
Die Rückfahrt war jedenfalls wie Urlaub auf den Balearen – Sonnenschein pur, die Reichen und Schönen tummelten sich, die Reichen draußen auf ihren Schiffen, die Schönen drückten sich drinnen an der Scheibe die Nasen platt….
Nicht mehr lange, und der Rostocker Hafen kam in Sicht. Eine schöne Tour ging ihrem Ende entgegen…
oder
Von Osterglocken, nackten Füßen im Meer und Ostertraditionen
So schnell, wie in diesem Jahr, hat die Natur sich schon lange nicht mehr entwickelt. Der lange Winter, der sich einfach nicht von uns trennen konnte, musste nun doch das Zepter an den Frühling weitergeben.
Die beste Entscheidung, die man da treffen kann, ist, sich den Frühling in Ruhe und Genuss anzusehen und das ist in Zingst durchaus möglich.
Der Osterhase hat es hier auch gut getroffen, es gibt Verstecke ohne Ende, nur am Strand, im weißen Sand würde jedes bunte Ei auffallen.
Dafür tummeln sich jede Menge Menschen, noch in etwas mehr Stoff, als im Sommer eingehüllt, doch auch schon bereit, einige Hüllen fallen zu lassen und sich im warmen Sand zu sonnen.
Erst zum 1.Mai werden die Strandkörbe an den Strand verteilt, bis dahin haben sich viele Besucher kleine Sonnenschutzzelte aufgestellt und genießen die frische Brise der Meeresluft.
Weiter draußen ist der Strand noch fast leer und man kann die Ruhe genießen, im Sommer tummeln sich dort viel mehr Menschen.
Ein ausgedehnter Strandspaziergang am türkis-dunkelblauem Wasser, das sich fröhlich mit den Menschen auf und ab bewegt und die glasklaren Wellen an den Strand wirft, zeigt viele mutige, die direkt am Wasser die Schuhe und Strümpfe ausziehen und die nackten und noch blassen Füße ins Wasser halten. Die Barfuss-Spuren verlieren sich im nassen Sand und werden von den Wellen weggeleckt.
Drachen steigen in die Höhe und das gleißende Sonnenlicht, macht es dem Spaziergänger unmöglich, das immer höher steigende bunte Ungetüm zu verfolgen.
Die Wegesränder des Ortes sind gelb gesäumt, von gerade rechtzeitig blühenden Osterglocken und Narzissen.
Die Grundstücksbesitzer haben ihre Rasen gemäht und nun leuchtet es im hellem sattem Grün und lädt den Osterhasen zum Eier verstecken ein.
Der Spaziergang zum Hafen am Bodden entlang lässt das trockene Riedgrass noch sehen, aber dazwischen ist der Lärm der brütenden Wasservögel zu hören. Besonders morgens bei Sonnenaufgang und bei Sonnenuntergang sind die Vögel am schwatzen und wenn man genau hinhört, kann man den Lärm mit dem Geschnatter von Frauen im Cafe vergleichen. :-) Jeder redet gleichzeitig und alle wollen mitreden.
Ostersamstag ist Osterfeuer auf dem freien Festplatz und Ostersonntag ist Fischmarkt. Beide Ereignisse sind Touristenfänger, denn die meisten genießen solche Traditionen.
Ein Besuch im Cafe Olsen in Groß Kordshagen hat uns super guten Kuchen, Sonnenschein und einen romantischen Park, dessen Bäume uns mit aufplatzenden prallen Knospen begrüßten auch einen schönen Tag beschert.
Eine Osterkaffeetafel auf der Terrasse im Sonnenschein, ist nicht zu jedem Osterfest möglich, aber in diesem Jahr hat uns der Frühling verwöhnt. Die Geschäfte im Ort haben auch die Türen geöffnet und so konnte der eine oder andere noch etwas schönes Neues erstehen.
Leider ging es uns, wie vielen, und die Blechlawine der abreisenden Gäste erwartete unseren Anschluss und so fädelten wir uns ein und ließen uns darauf ein, ein bisschen länger bis nach hause zu brauchen. Im Gepäck die schönen Erlebnisse und Farben des Fast Sommers und die Begegnungen mit lieben Menschen!
Traut Euch und nehmt auch wenig Tage zum Anlass, mal raus zu fahren, es lohnt sich, wir gehen wieder frisch ans Werk!!!
Liebe Grüße
Heike
Die warmen Sonnenstrahlen lecken den letzten Schnee, der grau und müde aussieht, weg und darunter sind die bunten Farben der Frühblüher zu sehen.
Schneeglöckchen läuten den Frühling ein und die Amseln singen morgens ihr Lied. Die Luft duftet nach Frühling und man sieht wieder Menschen mit fröhlichen Farben bekleidet.
Hurra, der Frühling ist da!
Auch an der Ostsee lockt der weiße Strand und die gepflegten Grünanlagen wieder die Besucher an.
Wer noch keine Urlaubsplanung für dieses Jahr gemacht hat, bekommt Lust, sich doch nach etwas spannendem und erholsamen umzuschauen.
Wir sind uns sicher, dass es auch in diesem Jahre viele Besucher nach Zingst lockt und die Wellen der Ostsee bei einem Spaziergang oder beim Schwimmen genießen werden.
Kind und Kegel werden schon am nahen Osterfest sich nach Zingst bewegen, da der Osterhase ganz sicher auch ein paar bunte Ostereier im Urlaubsort verstecken wird.
Schön wäre es, wenn wir uns dort treffen würden oder, wenn unsere Ferienwohnung in des einen oder andren Planung einen Platz findet. Noch ist nicht alles vergeben.
Wir sind ja erst in den Anfängen der Vermietung und möchten uns gern einen Gästestamm aufbauen.
Also, dann mal in den Kalender schauen, wann Ihr Zeit habt. Es lohnt sich!
Schöne Frühlingsgrüße!
Heike Heinrich10:05 GMT | Kommentare lesen (2)16 FebruarAusflug zum Jahreswechsel nach Dänemark
Oh je - schon Mitte Februar...
Das ist so die Jahreszeit, wo in den Ferienorten an der Ostsee Ruhe eingekehrt ist. Viele Restaurants machen Winterurlaub, wenn man auf der Straße mal jemanden trifft, wird gleich ein kleiner Schwatz gemacht.
Auch wenn es schon wieder ein paar Tage her ist, wir waren wie jedes Jahr zum Jahreswechsel in Zingst.
Auch diesmal waren wir nicht nur in Zingst selbst, sondern haben die Gelegenheit genutzt, den Ort als Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung zu nutzen.
Diesmal u.a. ein Tagesausflug nach Dänemark. Mit dem Auto ist man in einer knappen Stunde am Überseehafen in Rostock und von dort geht es mit der Fähre nach Gedser. Knapp 2 h Fahrzeit und man hat den ganzen Tag für Dänemark zur Verfügung. Das reicht allemal für einen Ausflug nach Kopenhagen und zur Öresund-Brücke nach Schweden, aber auch zu einer Fahrt etwas abseits der typischen Touristenpfade.
Hier ein paar Impressionen von der Insel Moens: